Landestagung 2012
31. Landestagung der ArbeitnehmerInnen in der SVP
Am Samstag, 12. Mai 2012 fand die 31. Landestagung der ArbeitnehmerInnen in der SVP in der Cusanus-Akademie in Brixen statt. Unter dem Motto „Unser Weg für Südtirol“ zeigte Landesvorsitzender Christoph Gufler auf, dass immer mehr Südtirolerinnen und Südtiroler kein Auskommen mit dem Einkommen finden und zeigte zahlreiche Lösungswege zur finanziellen Entlastung der Südtiroler ArbeitnehmerInnen auf. „Nicht die kleinen Leute sind Schuld an dieser Krise. Deshalb sollen die, die sie verursacht haben, auch dazu beitragen, dass es wieder aufwärts geht“, forderte der Wiener Landeshauptmann Michael Häupl in seinem Referat auf.
Rund 200 Funktionärinnen und Funktionäre der ArbeitnehmerInnen in der SVP versammelten sich am Samstag in der Cusanus-Akademie in Brixen zu ihrer jährlichen Landestagung. Diese stand heuer unter dem Motto "Unser Weg für Südtirol", wobei auf die derzeitige prekäre finanzielle Situation der Südtiroler ArbeitnehmerInnen und auf die immer neuen Steuer-Belastungen der römischen Regierung hingewiesen wurde. Zur Bewältigung dieser Krise zeigte der Vorsitzende Christoph Gufler in seiner Grundsatzrede zahlreiche Lösungsansätze auf und forderte die Verantwortungsträger aus Politik und Gesellschaft auf: Steuern zu senken, Arbeit aufzuwerten und den Landeshaushalt neu zu regeln. „Südtirol hat in den letzten Jahrzehnten vorwiegend und größtenteils auch sinnvoll in den Aufbau einer guten Hardware investiert. Jetzt ist es Zeit auf die Software umzusteigen und nach den materiellen Dingen den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Für viel ist Südtirol ohnehin zu klein. Und zu wertvoll. Für besser gerade recht“, so Christoph Gufler.
Impulsreferat Michael Häupl:
Der Wiener SPÖ-Landeshauptmann und Bürgermeister Michael Häupl ging in seinem Gastreferat „Wer will, dass es so bleibt, wie es ist, muss wahnsinnig viel ändern“, auf die derzeitige Krise und die entsprechende Herausforderung der SVP-ArbeitnehmerInnen ein, die ArbeitnehmerInnen bestmöglichst zu vertreten. „Es genügt nicht nur zu sparen und die Landeshaushalte in Ordnung zu bringen, es braucht ein Paket für eine Wachstums- und Beschäftigungspolitik“, so Häupl. Laut Häupl müssen deshalb wieder private Investitionen forciert, der Konsum angekurbelt und vor allem in die Bildung investiert werden. In Österreich gehen laut Häupl bereits ein Drittel der Menschen aus der Arbeitslosigkeit in Pension, nicht aus dem Erwerbsleben. „Menschen sollen nach einem erfüllten Arbeitsleben in Pension gehen und nicht aus der Arbeitslosigkeit heraus“. Der Gastredner betonte, dass jene unterstützt werden müssen, welche sich für eine gerechtere Gesellschaft einsetzen. „70 Prozent der SüdtirolerInnen sind ArbeitnehmerInnen und entscheiden somit als WählerInnen über die Zukunft des Landes. Und diese Menschen haben auch das Recht sich in die Zukunft des Landes einzumischen“ so Häupl abschließend.
Ehrung Mitglieder des ersten Landessozialausschuss
Erstmals wurden auf einer Landestagung auch verdiente Mitglieder des ersten Landessozialausschusses (höchstes Gremium der SVP-ArbeitnehmerInnen) aus dem Jahre 1981 geehrt und ihnen für ihren Pioniergeist und für ihr Engagement gedankt. Zu den Geehrten zählen Gründungsvorsitzender Erich Achmüller, Rosa Franzelin, Otto Saurer, Walter Innerhofer, Maria Federspiel, Karl Trafojer, Willi Gruber, Karl Fink, Sepp Kirchler, Robert Auer, Günther Crepaz, Adolf Zihl, Edmund Frötscher, Wilfried Stimpfl, Josef Maschler, Gottlieb Unterthiner, Artur Pezzi und Adolf Natzler.
In den nächsten Wochen und Monaten steht in den Südtiroler Gemeinden die Behandlung der neuen Immobiliensteuer IMU an. Die ArbeitnehmerInnen setzen sich dafür ein, dass wenigstens auf Gemeindeebene für einen kleinen Steuerausgleich gesorgt wird, nachdem die staatlichen Steuern die lohnabhängigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weit überproportional belasten. „Aus diesem Grund muss über die IMU ein Beitrag zu ein wenig mehr Steuergerechtigkeit erfolgen. Hier sind wir und nicht Rom zuständig!“ so Gufler bei der Vorstellung der Resolution. Diese wurde von den Anwesenden einstimmig genehmigt und somit fordert die Landesversammlung der ArbeitnehmerInnen in der SVP die Verantwortungsträger in unseren Gemeinden auf im Sinne einer gerechten Steuerpolitik die Erstwohnung weit möglichst von der IMU zu befreien und auch bei den vermieteten Zweitwohnungen und Privatzimmervermietungen einen geringen Hebesatz anzuwenden.
Alle Fotos der Landestagung zur Ansicht hier.



