Landestagung 2010
29. Landestagung der ArbeitnehmerInnen in der SVP
Angesichts der nahenden Gemeinderatswahlen lassen die ArbeitnehmerInnen bei der 29. Landestagung in Andrian keine Zweifel offen. Sie sind bereit sich zu engagieren, um für die Interessen des überwiegenden Teils der Bevölkerung im Gemeinderat arbeiten zu können. „Deshalb lieber vier Wochen kämpfen, als fünf Jahre lang jammern! Nur wenn wir in den Gemeinderäten gut vertreten sind, können wir für die Menschen im Land etwas erreichen.“, brachte es der Vorsitzende Christoph Gufler in seinem Grundsatzreferat auf den Punkt.
Die Interessen der SVP-ArbeitnehmerInnen richten sich ganz klar auf drei Dinge: „Erstens mehr Gerechtigkeit beim Zugang zu den Sozialleistungen. Daher müssen Vermögen und Liegenschaften der Antragsteller bei der Bewertung der Einkommens- und Vermögenssituation einbezogen werden.“, erklärte Erich Achmüller bei der Präsentation der ersten Resolution. Denn der Zugang zu Sozialleistungen sei für Lohnabhängige mit mittleren Einkommen bald versperrt. „Das heißt, sie fliegen aus den Förderungen hinaus, bezahlen aber 80 Prozent der Einkommenssteuer. Das ist eine doppelte Ungerechtigkeit,“ sagt Erich Achmüller.
Resolution zwei bezieht sich auf die niedrigen Renten. „47.000 Renten, die in Südtirol ausbezahlt werden, machen monatlich zwischen 250 und 750 Euro aus. 18.000 davon sind Mindestrentner, die mit 460 Euro monatlich über die Runden kommen müssen. Das ist eines reichen Landes wie Südtirol nicht würdig.“, klärte Rentenfachmann Helmuth Renzler auf. Deshalb müsse das Land die Mindestrenten auf 750 Euro aufstocken. Das ist eines reichen Landes wie Südtirol nicht würdig.“, klärt Rentenfachmann Helmuth Renzler auf. Das wären 17,6 Mio Euro, sprich: 0,37 Prozent des Landeshaushalts. Gleichwohl ist aber zu bewerten, ob der Rentner in den vergangenen fünf Jahren Besitz übergeben oder verkauft hat,“ so Renzler.
Die dritte und letzte Resolution betrifft die 0,9 Prozent Landeszuschlag auf die Einkommensteuer IRPEF. „ Es braucht hier eine Steuererleichterung für die Lohnabhängigen wie sie die Unternehmer mit der Streichung des IRAP-Zuschlags bereits erhalten haben. D.h., der IRPEF-Zuschlag muss gestrichen werden“, forderte Vorstandsmitglied Hans Joachim Dalsass. Dann bleiben den Arbeitnehmern im Jahr im Schnitt rund 250 € mehr in der Tasche, bei zwei Verdienern in der Familie 500 €.
Alle drei Resolutionen wurden einstimmig verabschiedet.



