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SVP-Bezirkssozial-ausschuss Pustertal

Stellungnahme zur geplanten Piste Ried

Abgesehen davon, daß ein neu einzurichtender Bahnhof für Percha nicht als Alibi für die Errichtung einer neuen Skipiste dienen soll, ist es fraglich, ob Verkehrsprobleme nicht auf eine andere Weise gelöst werden können – etwa dadurch, daß Bruneck zur Verkehrsentlastung Maßnahmen auf seinem eigenen Gemeindegebiet prüfen, bieten und nutzen sollte. Im Zusammenhang mit der neu geplanten Riedpiste ist es auf jeden Fall eine vorrangige Verpflichtung, an die nachkommenden Generationen zu denken. Denn welche Auswirkungen hat ein weiterer Ausbau des Wintertourismus langfristig, abgesehen von ökologischen Gesichtspunkten, auch in wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Hinsicht auf das Pustertal und seine Menschen?

In unterschiedlichen Bereichen gilt es, Antworten auf Fragen zu finden, welche für die Zukunft entscheidend sind, um Lebensqualität für alle, die hier daheim sind, aber auch für Urlaubsgäste, zu erhalten. So erscheinen etwa folgende Bereiche relevant:

  • Welches Szenario findet ein Wintergast 2040 im Pustertal vor? Weiße Winterlandschaft oder einen Skiberg, der es durch künstlich beschneite Pistenstreifen gerade noch ermöglicht, mit Skiern ins Tal abzufahren?
  • Welchen Tourismus wünscht sich Pustertal im Jahr 2040? Massentourismus, gediegenen Familientourismus, Nobeltourismus, Tagestourismus (mit Allinclusive-Tagesticket Verona-Kronplatz und retour)..... Und welche Variante/Kombination von allen ist für die Menschen im Tal die lebenswerteste?
  • Um wieviel teurer soll das Alltagsleben in einem großteils auf Bedürfnisse des Tourismus ausgerichteten Standort für die einheimische Bevölkerung noch werden?
  • Wieviele Menschen aus anderen Regionen oder Ländern braucht es dann in Zukunft nicht nur als Urlauber, sondern auch als Mitarbeiter? Und wer fühlt sich für alle Menschen, die sich aus Arbeitsgründen hier niederlassen, verantwortlich?
  • Wäre es, neben der Beibehaltung des guten Standards im Wintertourismus, nicht sinnvoller, sich bei der reichen natürlichen Kulisse unseres Tales über die sanfte Förderung von attraktivem, doch gediegenem, Sommertourismus (auch Frühjahrs- oder Herbsttourismus?) Gedanken zu machen – der mit Blick auf die Klimaentwicklung längerfristig gesichert erscheint?

Auf diese und viele weitere Fragen gilt es Antworten zu finden - in Begleitung gemeinsam ausgesuchter unabhängiger Fachleute. Und erst dann, nach ernster und gewissenhafter Reflektion aller Interessensvertreter aus Wirtschafts- und Sozialbereichen, ist die Bevölkerung (bleibt zu definieren, ob nur jene rund um den Kronplatz oder jene des ganzen Pustertals) über die Ergebnisse umfassend zu informieren, um in einer anschließenden Volksbefragung selbst über die Zukunft ihres Tales zu entscheiden. Denn schließlich gehört die Zukunft allen, die hier daheim sind, und nicht nur einigen wenigen.

Pustertal, 28/11/2008

BSA Sitzung vom 7. Juli

Am 7. Juli hielt der BSA Pustertal im Hotel Alpenrose in Montal/St. Lorenzen seine Sitzung ab. Dabei wurden aktuelle politische Themen diskutiert und das Wahlkampfkonzept der ArbeitnehmerInnen besprochen.

Weitere Details folgen in Kürze.