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„Soziales Südtirol“ Was dürfen wir erwarten? Was können wir selber leisten?

Am 28.09.2011 organisierte der Gemeindesozialausschuss von Bruneck in Kooperation mit dem KVW Ortsausschuss und dem SGB/CISL im Ragenhaus eine Abendveranstaltung zum Thema „Soziales Südtirol. Was dürfen wir erwarten. Was können wir selber leisten.“

Nach einem hochinformativen Referat von Jochen Ostheimer von der Universität München zum Thema Solidarität und Subsidiarität konnte der GSA Bruneck neben Soziallandesrat Richard Theiner auch den KVW-Landesvorsitzendern Konrad Peer, die Sozialstädträtin von Bruneck Brigitte Pezzei Valentin, den Vorsitzenden der SVP-Arbeitnehmer Christoph Gufler, den Inps-Rentenexperten Helmuth Renzler und dem Gewerkschaftler Klaus Kaneider am Podium begrüßen. An der interessanten Diskussion, die von Stadträtin Waltraud Deeg geleitet wurde, hat sich auch das anwesende Publikum intensiv beteiligt. Ausgehend von der derzeit angespannten Situation am Arbeitsmarkt und unter dem Eindruck der weltweiten Krise der Finanzmärkten sowie unter Berücksichtigung einer älter werdenden Gesellschaft wurden Perspektiven einer zukunftsorientierten Sozialpolitik angedacht. Einhellig wurde von Seiten der Podiumsdiskussionsteilnehmer festgestellt, dass die gesellschaftliche Solidarität auch weiterhin das oberste Prinzip der politischen Entscheidungsfindungsprozesse sein muss und dass die oft geforderten Einsparungen im Sozial- und Bildungsbereich nicht zu Lasten der Schwächsten unserer Gesellschaft und der Zukunft unserer Jugend gehen dürfen. „Dabei muss jedem klar sein, dass wer aus dem Topf der Steuermittel Geld nimmt, obwohl er es nicht wirklich unbedingt braucht, es jenen wegnimmt, die es wirklich brauchen. Dies gilt für alle Bereiche der Gesellschaft und nicht nur für jene Personen, die angestellt sind! Würde dies befolgt, wäre es schon ein markanter Schritt in Richtung Solidarität in unserer Gesellschaft.“ – so der Vorsitzende des GSA-Bruneck Karl H. Brunner. Der GSA-Bruneck wird derartige Veranstaltungen auch in Zukunft in Kooperation mit anderen Sozialverbänden und Vereinen organisieren, damit die soziale Stimme auch das nötige Gehör findet.